Evangelisch!

Evangelisches Profil

Als Schule in Trägerschaft der Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden bekennen wir uns zum christlichen Menschenbild und machen es uns zur Aufgabe, dieses in unserem Alltag in Wort und Tat zu leben. Jeder Mensch ist als Person einzigartig.

Das evangelische Bekenntnis prägt den Schulalltag dadurch, dass durchgehend eine Kultur wechselseitiger Anerkennung gepflegt wird.

Wertevermittlung

Unser Alltag wird in Rückbezug auf christliche Traditionen gestaltet. Unsere Schule ist ein Angebot an alle Eltern und ihre Kinder unabhängig deren religiöser, weltanschaulicher, sprachlicher, ethnischer oder sozialer Herkunft. Wir sind in gleicher Weise offen für Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung, für Starke und Schwache, für Deutsche und Ausländer, für Christinnen und Christen ebenso wie für Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften. Die Offenheit für Heterogenität ist begründet im Glauben an die Gotteskindschaft aller Menschen. Diese erfordert eine Pädagogik der Vielfalt (vgl. Karl Ernst Nipkow: Interkulturalität als innere Kultur) mit achtsamen Formen des Voneinander-Lernens und Miteinander- Lebens in Verschiedenheit, in einer Kultur des Respekts vor der Besonderheit und Einmaligkeit eines jeden Kindes und in der Akzeptanz unterschiedlicher weltanschaulich-religiöser Orientierungen sowie differenter, kultureller und sprachlicher Herkünfte. Mit diesem Grundsatz werden wir auch der Forderung nach Chancengleichheit gerecht.

Stärken der basalen Kompetenzen

Wir bieten Orientierung an der Förderung grundlegender Kompetenzen: Schülerinnen und Schüler angemessene Wissensbestände und Problembewusstsein in der Breite der Sachgebiete sowie notwendige lebenspraktische Fähigkeiten zu vermitteln, ist selbstverständliches Anliegen von schulischer Bildungsarbeit in evangelischer Perspektive. Bildung und Schule sind ohne Förderung der basalen Kompetenzen (Lese- bzw. Sprachkompetenz, mathematische Kompetenz, naturwissenschaftliche Kompetenz) undenkbar und unverantwortbar.

Friedenserziehung

Orientierung an Frieden und Gerechtigkeit

Im Rückbezug auf den Gott der Bibel beziehen wir verantwortetes Bildungshandeln auf die Vision von Frieden und Gerechtigkeit sowie Bewahrung der Schöpfung. Rechtserziehung als Bildung des Rechtsbewusstseins sowie die Sensibilisierung für soziale Ungerechtigkeit und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind wesentliche Elemente des evangelischen Bildungsverständnisses und beziehen die Geschlechtergerechtigkeit und damit prinzipiell Koedukation ein. Außerdem sehen wir die Notwendigkeit einer globalen bzw. ökumenischen Weite des Horizonts unserer Schule; weltbürgerliche Bildung muss immer auch interkulturelle und interreligiöse Bildung sein.

Die Friedenserziehung bezieht sich auf die vier grundlegenden Dimensionen des gerechten Friedens:

  • Frieden mit der Gemeinschaft (friedliches Miteinander im Nahbereich)
  • Frieden mit der Erde (Umgang mit der Schöpfung und den Ressourcen)
  • Frieden in der Wirtschaft (gerechtes Wirtschaften global und regional)
  • Frieden zwischen den Völkern (Friedensethik, zivile Konfliktbearbeitung und -prävention) (EKIBA, Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens, S. 9).

Friedenserziehung lässt sich dabei nicht auf einzelne Themenfelder oder Unterrichtseinheiten begrenzen. Friedensrelevante Themen werden in allen Bereichen systematisch aufgegriffen. Friedenserziehung zielt auf die Entwicklung und Gestaltung einer Schulkultur, die Frieden fördert. Gewaltfreiheit, Toleranz, Wertschätzung, Anerkennung und Respekt bilden dafür die Grundlage.
Unsere Schule lebt bewusst in einer Kultur des Friedens und richtet die Art des Lehrens und Lernens danach aus.

Umsetzungsbeispiele der Evangelischen Jakobusgemeinschaftsschule:

  • wöchentliche Klassenratssitzungen und regelmäßige Klassenkreise
  • Morgen- und Abschlusskreise (Wochenlied, Spruch der Woche, Sternstunden)
  • Nachhaltigkeitsprojekt (Jahrgänge 5 bis 7)
  • Projekt soziales Engagement (Jahrgang 7)
  • Theaterprojekt und Gartenprojekt (Jahrgang 8)
  • Projekt Herausforderung (Jahrgang 9)
  • Seminare zu Cyber-Mobbing
  • Gottesdienste
  • Andachten
  • Lerncoaching

Religionslehrerinnen der Jakobusgrundschule absolvieren Godly-Play-Ausbildung

Im November 2019 haben zwei unserer Religionslehrerinnen, Frau Madlen Mettenbrink-Franz und Pfarrerin Ulrike Würfel, den Godly-Play-Erzählkurs am Religionspädagogischen Zentrum Kirchheimbolanden besucht. Dabei haben sie sich in mehrtägiger, intensiver Kursarbeit die Grundlagen des Geschichtenerzählens nach Godly-Play erarbeitet und zählen nun zu den anerkannten Godly-Play-Erzählerinnen.
Godly Play (Gott im Spiel) ist ein von Jerome Berryman entwickelter „imaginativer“ Ansatz für die religiöse Arbeit mit Kindern, der von Prinzipien der Montessori-Pädagogik ausgeht. Zentrale Elemente und Erzählungen der christlich-biblischen Tradition werden mit den Kindern durch das Darbieten von Geschichten auf eine Weise erarbeitet, die sie zum eigenständigen Theologisieren ermutigt. Mit Godly-Play können Kinder Gott spielend, hörend, feiernd, gestaltend, staunend und redend begegnen.

Damit das Godly-Play-Konzept angemessen in den Religionsunterricht unserer Schule eingebracht werden kann, wird derzeit von Frau Mettenbrink-Franz ein Zimmer als Godly-Play- und Stille-Raum eingerichtet.